Benutzerspezifische Werkzeuge

TUM School of Education

 

Einladung zur Inauguration der „TUM School of Education“

 
„Die Qualität unserer schulischen Ausbildung und unserer Lehrer ist eine zentrale Frage unserer Gesellschaft. Mit der TUM School of Education schafft die Technische Universität München in einer eigenen Fakultät die Voraussetzung für eine moderne, durch die Bildungsforschung flankierte Lehrerbildung, die in die Excellenzkultur dieser Universität passt. Wir stellen uns damit der Herausforderung, für den Lehrerberuf besonders begabte junge Persönlichkeiten auszubilden.“
 
(Präsident Prof. Dr. Dr. h. c. mult Wolfgang A. Herrmann. Aus dem Vorwort der Einladung)
 
Am 27. Oktober 2009 fand im Audimax der Technischen Universität München vor Hunderten geladenen Gästen die feierliche Inauguration für die TUM School of Education statt. Von Seiten des Beruflichen Schulzentrums Miesbach befanden sich unter den Gästen Herr OStD Karl Göttlinger und Herr StD Otmar Kaiser.
 
Mit dieser Feier nimmt die neu gegründete 13. Fakultät der TUM ihren offiziellen Betrieb auf. Als erste deutsche Hochschule gründet die TU München eine eigene Fakultät für die Lehrerausbildung in naturwissenschaftlich – technischen Fächern und gilt momentan als bahnbrechende Innovation in der zukünftigen Lehrerausbildung.
 
Als Gründungsdekan konnte Prof. Manfred Prenzel verpflichtet werden. Prof. Prenzel ist gegenwärtig der deutsche PISA - Macher. Er koordinierte die letzten beiden Durchläufe des internationalen Leistungsvergleichs für Deutschland und leitete bis Dezember 2008 das renommierte Kieler Leibniz–Institut für Pädagogik. Seit 1. Januar 2009 baute er die TUM School of Education auf.
 
Damit bündelt sie einerseits die Ausbildung von Gymnasiallehrern in den sog. MINT – Fächern (z. B. Mathematik, Physik, Informatik, Chemie usf.) als auch der zukünftigen Berufsschullehrer in den technischen Fächern in dieser eigenen Fakultät.
 
Die angehenden Lehrkräfte für berufliche Schulen in Bayern werden hier sowohl in den zu studierenden Erstfächern (z. B. Elektro- und Informationstechnik, Metalltechnik, Bautechnik usf.) als auch in den Zweitfächern (z. B. Mathematik, Physik, Informatik, Chemie, Deutsch, Englisch usf.) ausgebildet.
 
In seiner Begrüßung und Einführung machte der Präsident der TUM Prof. Herrmann, den Stellenwert der Lehrerausbildung für die zukünftige Gesellschaft deutlich: „Wir brauchen die besten jungen Persönlichkeiten im Lehrerberuf.“ Dabei machte er deutlich, dass der Lehrerberuf ein schwerer, verantwortungsvoller Beruf ist, der aber heute gesellschaftlich unterbewertet ist. Es sei deshalb dringend erforderlich, in der Gesellschaft, in der Politik und in den Medien das Bewusstsein zu stärken, dass die Lehrer und die Lehrerausbildung eine Schlüsselstellung für die Zukunft unserer Gesellschaft einnehmen.
 
Prof. Herrmannn machte beeindruckend Folgendes klar: „Beruf und Bildung gehören zusammen.“ Er zeigte dies wunderbar in seiner Rede an den pädagogischen Größen Comenius, Pestallozzi, Humboldt und Kerschensteiner (Berufsbildung als „Pforte zur Menschenbildung“) auf.
 
Anschließend sprach Susanne Klatten (Unternehmerin, Ehrensenatorin der TUM) ihre Grußworte. Sie machte u. a. darauf aufmerksam, dass zur Bildung eines Menschen nicht nur Wissen, sondern auch Herzensbildung gehört. Dazu sagte sie auch: „Menschen bilden bedeutet nicht ein Gefäß füllen, sondern ein Feuer zu entfachen. Deshalb brauchen wir Bildungspyromanen!“
 
Frau Klatten wünschte der neuen Fakultät viel Erfolg und stattete den Stiftungslehrstuhl für Empirische Bildungsforschung mit einem Startkapital von 10 Millionen Euro aus.
 
Darauf folgte die Ansprache vom Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch. Er verwies auf Folgendes: „Mit der Lehrerbildungsinitiative der TUM betreten wir Neuland.“ Er wünschte der Initiative viel Erfolg und sagte seine volle Unterstützung zu. Er hob besonders hervor, dass die „Talentsuche ausschlaggebend für unsere Gesellschaft und deren Bildung ist“.
 
Die Anwesenheit von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle würdigte ebenfalls die Bedeutung der Veranstaltung.
 
Die Festrede hielt Prof. Dr. Hans Weiler von der Stanford University. Als Thema referierte er „Bildung zwischen Ökonomie und Technologie – Homo Sapiens im Wettbewerb“. Ein wesentlicher Teil einer Rede befasst sich mit folgender Thematik: Künftig stehen uns globale Informationen zur Verfügung. Aber wie gehen wir mit dieser Welt der globalen Überflutung um? Es gilt, diese Informationen in Wissen umzuwandeln. Dabei machte er auch darauf aufmerksam, dass die Aufgabe jeder Bildungseinrichtung die „Transformation von Wissen in Verständnis“ sein muss.
 
Musikalisch wurde die Feier vom „Jazz-Projekt der TUM“ unter der Leitung von Karl Muskini umrahmt. Im Anschluss an die Inauguration wurden die Gäste herzlich eingeladen.
 
Bei dieser Gelegenheit ergab sich ein Wiedersehen mit unserem früheren Mitglied an der Berufsschule Miesbach, Herrn Dr. Karl Glöggler. Er ist nun ebenfalls in der TUM School of Education integriert. Wir gratulieren ihm sehr herzlich dazu und wünschen ihm für seine weitere Zukunft alles Gute.
 
Im Rahmen dieses Gesprächs machte Herr OStD Karl Göttlinger deutlich, dass wir einer eventuellen Aufnahme in das Referenzschulen – Programm der TUM School of Education aufgeschlossen gegenüber stehen.
 
Besonders freute uns, dass es trotz seiner vielen Verpflichtungen im Rahmen der Veranstaltung zu einer Begegnung und einem Gespräch mit Präsident Prof. Herrmann kam.