Schreinerausbildung
Die Ausbildung in der Holztechnik
Informationen zum Berufsgrundschuljahr (BGJ)

Das Berufsgrundschuljahr Holztechnik vermittelt die Grundlagen für die Ausbildungsberufe im Berufsfeld Holztechnik. Bei einer Ausbildung zum Schreiner in Bayern ist der Besuch des BGJ verpflichtend. Eine Lehrstelle ist für den Besuch des BGJ noch nicht notwendig, ein Vorvertrag für eine Lehrstelle ist aber zu empfehlen. Im zukünftigen Ausbildungsbetrieb muss während des BGJ ein zweiwöchiges Praktikum abgeleistet werden. Die Schüler des Berufsgrundschuljahres erhalten noch keine Ausbildungsvergütung.
Für den Besuch des BGJ-Holztechnik an unserer Berufsschule muss der Wohnort im Landkreis Miesbach oder Bad Tölz/Wolfratshausen liegen. Der Sprengel für die Fachklassen deckt das gleiche Gebiet ab, hier gilt aber der Ort des Ausbildungsbetriebs.
Das BGJ ist ein Vollzeitschuljahr mit 38 theoretischen und praktischen Wochenstunden und den normalen Schulferien.
Neben den allgemein bildenden Fächern Religion, Deutsch, Sozialkunde und Sport werden die theoretischen Fachkenntnisse und praktischen Fertigkeiten in Lernfeldern vermittelt in denen alle Aspekte eines Arbeitsprozesses verknüpft sind. Im Berufsgrundschuljahr erfolgt auch eine Einführung in Maschinenarbeit sowie in die neuen Technologien (z. B. EDV / CNC / CAD). Zur Veranschaulichung der fachlichen Kenntnisse sowie zur Einübung von Fertigkeiten sind Stundenanteile in den jeweiligen Lernfeldern ausgewiesen. Dementsprechend werden auch Leistungsnachweise durchgeführt. Ausschließlich zur Notenbildung werden die Leistungen folgenden Fächern zugeordnet: Gestalten und konstruieren; Arbeit vorbereiten; Fertigen; Montieren und Service bieten.
Die Unterrichtszeit verteilt sich auf fünf Tage von 8.10 - 16.00 Uhr. Der Unterricht verteilt sich wie folgt:

Allgemeinbildender Unterricht:
1 Std. Religionslehre
2 Std. Deutsch
2 Std. Sozialkunde
2 Std. Sport
Fachlicher Unterricht:
4 Std. Gestalten und Konstruieren
4 Std. Arbeit vorbereiten
20 Std. Fertigen
2 Std. Montieren und Service bieten
Abiturienten und Schüler, die bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen haben, können von den Fächern Religionslehre und Deutsch befreit werden, bei einer Zweitausbildung kann auf Antrag vom Fach Sozialkunde befreit werden.
Ein erfolgreich abgeschlossenes BGJ wird als 1. Jahr auf die 3-jährige Lehrzeit angerechnet.
Informationen zu den Fachstufen(11. und 12. Jahrgangsstufe)
Die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis ist das grundsätzliche Anliegen der Berufsausbildung, deshalb findet in den Fachklassen für Schreiner die Ausbildung in der Berufsschule und in den Betrieben statt. 

Im den Fachklassen müssen die Schüler außerdem an überbetrieblichen Ausbildungen (Oberflächenbehandlung, Maschinenkurs) teilnehmen.
Seit dem Schuljahr 2007/08 wird in der 11. Jahrgangsstufe und 12. Jahrgangsstufe ebenfalls nach dem neuen Lernfelderlehrplan unterrichtet, um eine noch engere Verknüpfung von Theorie- und Praxisinhalten und eine fächerübergreifende Unterrichtsorganisation herzustellen. Schwerpunkt der Ausbildung ist neben fachlichen Inhalten, das selbständige Planen, das Durchführen und Kontrollieren der übertragenen Aufgaben aus allen Bereichen des Schreinerhandwerks.
Die Notenbildung erfolgt im fachlichen Unterricht innerhalb der einzelnen Lernfelder in vier Fächern, die im Zeugnis als Unterrichtsfächer ausgewiesen sind.
Der Unterricht in den Fachstufen ist als Teilzeitunterricht mit einem Schultag pro Woche organisiert. Er dauert von 8.10 Uhr bis 16.00 Uhr und verteilt sich wie folgt:
Allgemeinbildender Unterricht:
1 Std. Religionslehre
1 Std. Deutsch
1 Std. Sozialkunde
Fachlicher Unterricht:
2 Std. Gestalten und Konstruieren
1,5 Std. Arbeit vorbereiten
1,5 Std. Fertigen
2 Std. Montieren und Service bieten
Am Ende des dritten Ausbildungsjahres steht die Gesellenprüfung mit den Prüfungsteilen:
Theoretische Prüfung
- Technologie
- Arbeitsplanung
- Berufsbezogenes Rechnen
- Rechts- und Wirtschaftskunde
Arbeitsprobe
Das Prüfungsstück einschließlich Maschinenprüfung wird an einem Tag unter Aufsicht gefertigt. Werkzeug und Material für die Prüfung müssen die Prüflinge mitbringen.
Gesellenstück
Das Gesellenstückpaket besteht aus einer Entwurfszeichnung, einer Fertigungszeichnung mit Arbeitsplan und der Materialliste sowie dem Gesellenstück.
Gut gestaltete Gesellenstücke werden im Rahmen des Wettbewerbs „Die gute Form“ prämiert.
